Wissenswertes

Obwohl die Regenwälder nur fünf Prozent der Landfläche unserer Erde bedecken, krabbeln, brummen und summen dort rund die Hälfte aller auf dem Land lebenden Tier- und Pflanzenarten.

Hier leben über 60.000 Pflanzen-, 1.000 Vogel- und mehr als 300 Säugetierarten. In den Flussläufen schwimmen rund 2.000 Fischarten, aber auch Amazonas-Delfine und Riesenotter. Eins der 300 verschiedenen Säugetierarten ist das Faultier.
Forscher haben entdeckt, dass in den meisten feuchten und warmen Regenwäldern Faultiere sich so langsam bewegen, dass Algen im Fell wachsen.

In ganz Europa gibt es ungefähr 50 verschiedene Baumarten. Im Regenwald zählten Biologen auf einer Fläche von der Größe zweier Fußballfelder bis zu 500 verschiedene Baumarten. Dadurch, dass so viele Arten auf kleiner Fläche nebeneinander stehen und wachsen, braucht der Regen von Baumkrone zu Boden zehn Minuten.

Die Größe des Regenwaldes ist vergleichbar mit der Fläche Südamerikas, bis heute sind uns 10.180.000 km² Regenwald durch Rodung verloren gegangen, damit auch unzählige Tier- und Pflanzenarten.
Fangen wir an ihn zu schützen!

Indigene Völker in Gefahr

Ureinwohner des südamerikanischen Regenwaldes. Dieser tropische Regenwald ist der Lebensraum zahlreicher indigener Völker - wie die Yanomami und die Penan. Sie nutzen viele der dort wachsenden Pflanzen, um Hütten zu bauen sowie Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände anzufertigen.

Andere Pflanzenarten dienen ihnen als Nahrung. Zahlreiche Pflanzenstoffe werden auch als Heilmittel, als Gifte für die Jagd oder zur Körperbemalung genutzt.

Dort, wo diese Völker wohnen ist der Boden reich an Rohstoffen, einige Unternehmen graben diese Flächen um, um an kostbare Rohstoffe zu gelangen. Sie hinterlassen eine verwüstete Landschaft, verseuchte Flüsse und gefährliche Krankheiten. Oft sind sie gegen diese nicht immun (ihr Körper hat noch keine Abwehrstoffe gebildet), sodass Erkrankungen, die für andere Menschen relativ harmlos sind, bei ihnen sogar tödlich verlaufen können.

Die indigenen Völker leben von der Jagd, bei der Bewirtschaftung achten sie darauf, dass die Regenwälder nicht zerstört werden. Schützen wir den Regenwald und somit unsere Urvölker!

Durch die fortschreitende Vernichtung der Wälder ist auch Ihre Lebensgrundlage in Gefahr!

Bedrohung

Warum wird der Regenwald abgeholzt?

Im Jahr wird ca. ein Drittel der Fläche Deutschlands im Regenwald abgeholzt (rot markiert: Deutschland). Insgesamt wurde schon soviel Fläche abgeholzt wie ca. halb Europa (rot markiert: Europa). Der Regenwald wird abgeholzt, weil die Menschen (vor allem Privatfirmen und Staatliche Firmen) das preiswerte Holz des Regenwaldes kostengünstig bekommen und Teuer weiterverkaufen können. Regenwaldhölzer gehören zu den wertvollsten Holzarten. Außerdem wird die freie Fläche für Sojaanbau benötigt und Tierfutterfarm.

Folgen - Was passiert mit der Natur?

Erzeugung von tropischem Klima

Die Bäume des Regenwaldes produzieren nicht nur Kohlenstoffdisulfid sondern bilden auch Dunstwolken, welche die Erdoberfläche vor der Sonneneinstrahlung schützen, indem sie das Sonnenlicht reflektieren.

Der aufsteigende Wasserdampf wird in hohen Höhen zu Wassertropfen. Das Wettergeschehen wird durch Freisetzung von Wärme beeinflusst. Es ist schwer vorauszusagen welche Folgen dann noch eintreten, da es zu viele Möglichkeiten gibt.

Folgen für das Lokale Klima

Durch fehlende Wälder wird der Wasserhaushalt stark gestört. Dadurch werden die Bodenpflanzen z.B. Wurzeln ausgerissen und weggespült, wenn Starkregen anfällt. Durch diese Katastrophen komme es häufiger zu Erosionen.

Dort wo früher fruchtbarer Regenwald war, entsteht jetzt in den abgeholzten Gegenden trockene aride Zonen. Durch den Mangel von fruchtbaren Klima wird es an den Stellen nicht nur trockener sondern auch heißer.

Allgemeine Folgen

Die Rodung des Regenwaldes führt zu großen Schäden unserer Umwelt und des Klimas. Es gibt weniger Bäume, die durch Sauerstoffproduktion und Treibhausgasbindung dem Treibhauseffekt entgegenwirken. Außerdem finden auf der abgerodeten Fläche Kühe ein neues Zuhause, was negative Konsequenzen hervorruft. Diese Kühe stoßen nämlich ein Gas namens Methan aus, welches größeren Schaden als Kohlenstoffdioxid anrichtet.
Das gerodete Land wird nach einer Weile unbrauchbar, da die Mineralien und Nährstoffe im Boden ausgeschöpft sind. Sobald dies geschieht, ziehen die Bauern weiter und roden weitere Flächen der tropischen Urwälder.
Des Weiteren bilden sich durch natürliches Wegspülen von Stein und Geröll in Flüssen Staudämme. Infolge dessen verlassen Vögel und andere Tiere das Gebiet, weil sie keinen Schutz mehr haben. Die Artenvielfalt des Regenwaldes nimmt ab.

Quellen